1996 - 2022 herausgegeben von Dr. iur. Paul Tiedemann |
10. Sonstige Handlungen aus Gewissensgründen
10.1. Literatur
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Friedhelm Hufen
Zoologische Universitätspraktika ohne Tierversuche
JuS 2001, S. 180
Der Artikel stellt kurz die Entwicklung der Rechtsprechung zum Konflikt zwischen dem Grundrecht der Gewissensfreiheit und der Wissenschaftsfreiheit dar. Zugrunde liegen diesen Konflikten einerseits die gewissensbedingte Weigerung von Studenten, die Tötung von Tieren allein zu Ausbildungszwecken hinzunehmen und die Forderung auf Unterrichtsmethoden zurückzugreifen, die ohne die Tötung von Tieren auskommt, und andererseits der Wissenschafts- und Lehrfreiheit der Hochschullehrer. Erwähnt werden gegensätzliche Entscheidungen des VGH Mannheim (NJW 1984, 1832) und des VGH Kassel. Eingehender erörtert wird die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 18.06.1997, mit der eine "geradezu mustergültige Erfüllung der Aufgabe 'praktischer Konkordanz'" geleistet worden sei. Eigentlicher Anlass für den Artikel ist die dieses Urteil des BVerwG bestätigende Kammerentscheidung des BVerfG (Beschluss v. 20.03.2000 - 1 BvR 1834/97 -, NVwZ 2000, 909). [pt]